Meine Biographie  

Mit Gitarre (1979)

Straßenmusik mit erster Harfe (1981)

Mit Chromatischer Harfe (1997)

Mit Bronzesaitenharfe (2009)

Mit Keltischer Harfe (2019)

Am Rhein zwischen Murg und Säckingen

Mein Leben begann im Jahr 1959 in Mainz am Rhein. Meine Mutter, Gitarrenlehrerin am Konservatorium in Wiesbaden, brachte mir als Kind das Spiel der klassischen Gitarre nahe.
Von meinem Vater, einem Uhrmacher, stammt meine Begeisterung für technische Geräte.

Meine erste Tätigkeit als Gitarrenlehrer startete 1976 an der Musikschule von Carl Witzel in Wiesbaden-Biebrich. Vormittags ging ich zur Schule, am Nachmittag war ich selbst Lehrer.

Meine weiteren Lehrer waren Peter Preußler und Axel Wieshalla. 1979 fand ihr Lehren seine Belohnung in meinem 2. Platz auf Landesebene bei "Jugend musiziert".

Bei meinem Musikstudium in Kassel führten mich Joël Betton und Wolfgang Lendle 1985 zur bestandenen Staatlichen Musiklehrerprüfung (SMP) als Lehrer für Musikalische Grundausbildung und Gitarre mit den Nebenfächern Cello und Klavier.

Das anschließende Studium der Philosophie und Erziehungswissenschaft (1995 Magisterexamen M.A. in Kassel) ermunterte mich zur Einbeziehung musisch-philosophischer Themenkreise in die Vermittlung des Harfenspiels an meine Schüler/innen.

Mein eigenes Harfenspiel begann 1980 als Autodidakt, inspiriert vor allem durch die Musik
Alan Stivells und Turlough O'Carolans. Meine Lehrer waren Schallplatten, die ich wieder und wieder hörte, bis die Musik in meinen Fingern spürbar wurde. Dazu kamen später zwei Jahre Unterricht auf der Konzertharfe bei Karoline Klute, Harfenistin des Staatstheaters Kassel.

Ab 1997 widmete sich mein Leben der Chromatischen Harfe in Ganztonanordnung. Der Klangwerkstatt Markt Wald verdanke ich die Umsetzung meines Traumes einer mechanisch unkomplizierten und gleichzeitig chromatisch vollständigen Harfe. Ich transkribierte aus vielen Musikstilen für das neue Instrument und erforschte die neue Spieltechnik, die meine bisherige Fingersatzkultur erweiterte und mich zu einem anderen Harfenverständnis führte. Bald wurde klar, dass das Prinzip der symmetrisch ganztönigen Chromatischen Harfe bereits vor über 150 Jahren von Henri Pape in Frankreich erdacht wurde. Gleichzeitig und unabhängig von mir tauchte dieser Harfentyp auch in Nordamerika und Australien auf.

Durch meine Lehrtätigkeit auf vielen Harfenfestivals hatte sich eine Menge handgeschriebener Notenblätter angesammelt. Sie zu ordnen und anderen Harfenbegeisterten zugänglich zu machen war meine Motivation zur Gründung des Verlages harpa mundi. Das erste Heft erschien im Jahr 2000. Bisher sind 49 Harfennotenbücher erschienen, davon 40 für die Diatonische und 9 für die Chromatische Harfe.

Ebenfalls im Jahr 2000 fanden die ersten Harfenferien auf den Kanarischen Inseln statt. Mein lange gehegter Traum wurde Wirklichkeit: Leben und musikalisches Arbeiten am südlichen Meer. Neun Jahre lang gab es einmal im Jahr Harfenferien in Portugal oder Spanien.

Mit der Bronzesaitenharfe und der alten irischen Spielweise öffnete sich mir 2005 auf der Basis der Forschungen von Ann Heymann ein neuer Weg zum Erkunden der alten irischen Harfenmusik. Viele Tonfolgen, die mit der klavierorientierten (also die Hände in Begleitung und Melodie aufteilenden) klassischen Spielweise kompliziert zu greifen waren, wurden nun lustvoll tänzerisch spielbar. In mir reifte der Gedanke, eine Spieltechnik zu finden, in der sich die körperorientierte Spielweise der blinden irischen Harfner mit den Möglichkeiten der modernen Harmonik und Satztechnik zu einer zeitgemässen Einheit verbindet - und so wurde die Spielweise der alten Harfner Irlands ein bedeutender Baustein meines Komponierens und Arrangierens auch für die moderne keltische Harfe.

2009 verlegte sich mein Lebensmittelpunkt in die Schweiz. Als Harfenduo mit Isabelle Himmelrich spielten wir Konzertprogramme, in denen sich die 1000-jährige Bronzesaitenharfe und die moderne Pedalharfe auf spannende Weise ergänzen.

Mein Heimweh führte uns 2015 nach Harpolingen, ein Stadtteil von Bad Säckingen am Südhang des Schwarzwaldes, nur sieben Fahrradminuten vom Rhein entfernt, der hier die Grenze zur Schweiz bildet. So ist mir nun der Fluss wieder nahe, an dem ich geboren wurde, und ich lebe gerne hier mit meiner Familie als Harfenspieler und Melodienfinder.

„Ich bin auf der Suche
nach einer Musik,
die in der Lage ist,
das Gefühl des 'Jetzt'
inmitten des steten Flusses
der Veränderung
in Töne zu fassen”

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